Aktuell keine Anträge mehr möglich

Wichtiger Hinweis: Eine Antrag­stellung ist im Rahmen dieses Sofort­hil­fe­pro­gramms derzeit nicht mehr möglich, da keine weiteren Förder­mittel zur Verfügung stehen.

Alle wichtigen Informationen und Unterlagen zum bisherigen Antragsverfahren finden Sie auf dieser Seite.

Kirchturmdenken: Ein Förderprogramm für Sakralbauten und Klosteranlagen in ländlichen Räumen

Wie lassen sich Sakralbauten und Klosteranlagen erschließen und als Ort für Kulturangebote in ländlichen Regionen zugänglich machen? Wie kann Begegnung gefördert, regionale Zugehörigkeit und gesellschaftliche Integration gestärkt und die Lebensqualität vor Ort verbessert werden?

Das Soforthilfeprogramm unterstützt Akteur*innen dabei (ehemalige) Sakralbauten und Klosternanlagen zu etablieren und zu stärken als …

  • wichtige lokale bzw. regionale Erinnerungsorte,
  • als zu bewahrende Kulturdenkmale,
  • als Orte der Teilhabe am kulturellen Erbe,
  • als lebendige Orte der Kulturvermittlung und der kulturellen Bildung,
  • als Orte bürgerschaftlicher Teilhabe an Kulturangeboten
  • und nicht zuletzt auch als sog. Dritte Orte.

Damit werden der Erhalt und die Zugänglichkeit des kulturellen Erbes in ländlichen Räumen unterstützt und ein Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen geleistet.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Förderung beträgt maximal 75 Prozent bzw. maximal 25.000 Euro je Projekt. Hierbei ist ein Eigenanteil der Antragsteller*in in Höhe von 25 Prozent der förderfähigen Ausgaben der Maßnahme aufzubringen. Dieser kann durch Eigen- oder Drittmittel finanziert werden.

Bis wann muss ich mich bewerben?

Da derzeit leider keine Fördermittel mehr zur Verfügung stehen, sind Anträge derzeit nicht mehr möglich. Die Anträge wurden laufend entgegengenommen und in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Das Auswahlverfahren ist abgeschlossen, weil alle Mittel vergeben wurden. Die Förderung erfolgt für das Jahr 2021. Die geförderten Maßnahmen könen mit Abschluss des Zuwendungsvertrags beginnen und müssen spätestens am 31.12.2021 beendet sein. Die Beantragung eines förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginns ist nicht möglich. Für Vorhaben, mit denen vor Antragstellung und Abschluss des Zuwendungsvertrags begonnen worden ist, werden Fördermittel grundsätzlich nicht gewährt.

Wofür können Fördermittel beantragt werden?

Gegenstand der Förderung sind in erster Linie konsumtive Maßnahmen. Gefördert werden können

  1. eine auf die anzusprechenden Zielgruppen zugeschnittene Aufbereitung der Bau- und Ausstattungsgeschichte sowie der heimat- und sozialgeschichtlichen Bedeutung des (ehemaligen) Sakralbaus (Broschüre, Audioguide, Podcast, Video, Website bzw. Beitrag zu einer geeigneten lokalen oder regionalen Website o. Ä.) sowie die erforderliche Recherche hierfür
  2. die Durchführung von Veranstaltungen vor Ort, die
    a) entweder explizit der Denkmalvermittlung dienen oder bei denen die Denkmalvermittlung verknüpft wird mit anderen Formen eines ortsangemessenen Kulturangebots. Dies sind zum Beispiel Konzerte, Ausstellungen, Lesungen oder Schreibwerkstätten.
    b) der Kulturvermittlung dienen, wie etwa durch Vorträge bzw. Vortragsreihen oder Seminare.
    c) der kulturellen Bildung dienen, wie beispielsweise der Durchführung oder Präsentation von entsprechenden Projekten – auch in Zusammenarbeit mit Kulturbüros, Kindertagesstätten, Schulen, Jugend- oder Senioreneinrichtungen, Volkshochschulen oder anderen Weiterbildungsträgern.

Bei der Konzeption der Veranstaltungen sollte darauf geachtet werden, dass diese nach Möglichkeit intergenerationell und/oder integrierend/inklusiv (d. h. auch barrierefrei) angelegt sind bzw. kulturelle wie auch religiöse Vielfalt in den Blick nehmen.

Was ist förderfähig?

  • projektbezogene Personalausgaben (auch Honorare)
  • Sachmittel für projektbezogene Arbeits- und Verbrauchsmaterialien
  • Sachmittel für Öffentlichkeitsarbeit
  • Sachmittel für Verwaltungs- und Organisationsaufgaben
  • Sachmittel für Reisekosten

Eine Förderung von investiven Maßnahmen ist nach Prüfung des Einzelfalls dann möglich, wenn diese erforderlich sind für die Realisierung der oben genannten Förderziele. Der Anteil sollte 15 % der Gesamtsumme nicht übersteigen. So kann etwa für die Vermittlungsarbeit vor Ort die Anschaffung eines Rechners, eines Beamers, von Leinwänden, von Beschallungsanlagen, WLAN oder von Audioguides unverzichtbar sein, oder die im Rahmen des Projekts zu realisierende kulturelle Nutzung des Gebäudes erfordert zwingend besondere Ausstattungsmaßnahmen (Kälte- oder Windschutz, mobile Podeste o. Ä.).

Das wird nicht gefördert:

Nicht gefördert werden Forschungsprojekte, dauerhafte Personalkosten oder Investitionen, die nur kurzfristig einen Mehrwert für die jeweilige Einrichtung haben. Von einer Förderung ausgeschlossen sind Maßnahmen, die mit einer wesentlichen Veränderung der baulichen Substanz verbunden wären. Ebenfalls ausgeschlossen ist der Kauf eines Grundstücks wie auch der Kauf eines Gebäudes.

Ausschreibung und Antrag

Hier finden Sie den kompletten Ausschreibungstext „Kirchturmdenken. Sakralbauten in ländlichen Räumen: Ankerpunkte lokaler Entwicklung und Knotenpunkte überregionaler Vernetzung“ als Download.

Ausschreibungstext und Antragsformulare

Ausschreibung 2021 im Volltext (PDF)
Häufig gestellte Fragen:

Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie in unseren FAQ.